1. Ist-Zustand erfassen
Vollständigen Export aller Materialstammsätze ziehen und mit den tatsächlichen Bewegungsdaten der letzten zwei bis drei Jahre abgleichen. Häufig zeigt sich schon hier: Ein Drittel der Sätze wurde seit Jahren nicht mehr bewegt.
2. Dubletten identifizieren
Nicht nur nach identischer Bezeichnung suchen, sondern auch nach ähnlichen Maßen, Herstellerangaben und Lieferantennummern. Die teuersten Dubletten sind selten die offensichtlichen.
3. Attribute vereinheitlichen
Einheiten, Schreibweisen und Klassifizierung auf einen gemeinsamen Standard bringen. Ohne dieses Fundament lässt sich später keine verlässliche Auswertung mehr fahren.
4. Verantwortlichkeiten klären
Festlegen, wer neue Materialstammsätze anlegen darf und wer sie freigibt. Ohne diese Klärung wächst die nächste Dublettenwelle bereits während der Bereinigung nach.
5. Bereinigungsregeln festlegen
Eine kurze, verbindliche Namens- und Mengeneinheitenkonvention reicht meist aus – wichtiger als Vollständigkeit ist, dass sie im Alltag tatsächlich angewendet wird.
6. Bereinigung technisch umsetzen
Korrekturen in kleinen, nachvollziehbaren Batches einspielen, nicht als einmaligen Großeingriff. So bleibt jeder Schritt rückverfolgbar, falls doch mal etwas korrigiert werden muss.
7. Neuanlage-Prozess absichern
Ein Vier-Augen-Prinzip für neue Materialstammsätze einführen. Das ist der Schritt, der aus einer einmaligen Aufräumaktion einen dauerhaften Zustand macht.